Call for Abstract Submissions

CfP für Beiträge zum Thema:
Der Patientenwille und seine (Re-)Konstruktion Historische Genese, normative Relevanz und medizinethische Aktualität

Patientenautonomie und freie Einwilligung in medizinische Interventionen aller Art sind im Zeitalter einer nachpaternalistischen Medizin im Allgemeinen und vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie im Besonderen zu zentralen Prinzipien der Medizin- und Bioethik aufgerückt. Denn das Ideal einer (informierten) Willensentscheidung stößt in der Umsetzung oftmals an Grenzen und zeigt sich vor allem im Rahmen medizin- und bioethischer Grenzfragen als nicht unproblematisches Konzept, wie sich anhand besonders schwieriger und folgenreicher Therapieentscheidungen zeigt, die häufig gerade dann zu treffen sind, wenn die Patienten selbst schwer erkrankt, vulnerabel und nicht mehr entscheidungsfähig sind. Gemeinsam ist den Problemlagen dabei, dass sie alle letztlich auf den Begriff des Willens rekurrieren. Zugleich ist es aber gerade dieser Begriff des Willens, der zumindest dann in Schwierigkeiten führt, wenn man ihn einseitig auf eine Autonomiekonzeption reduziert, in der Wille mit bewusster Reflexivität gleichgesetzt wird. Es liegt daher nahe, an diesem zugrundeliegenden Willensbegriff anzusetzen und zu fragen, ob dieser derart modifiziert werden kann, dass auf seiner Grundlage die medizinethischen und rechtlichen Schwierigkeiten in befriedigender Weise aufgelöst werden können.

An der Universität Bamberg fand zu diesen Fragestellungen im Februar 2019 eine Tagung statt, bei der unter dem Titel „Der Patientenwille und seine (Re-)Konstruktion: Historische Genese, normative Relevanz und medizinethische Aktualität“ im Rückgriff auf einschlägige Willenskonzepte der Philosophiegeschichte, die einen wesentlich höheren Grade an Komplexität aufweisen als die im gegenwärtigen Diskurs auftretenden Vorstellung von Willensfreiheit, die Grundlinien eines Willensbegriffs gezeichnet wurden, der den Problemlagen einer an einer vereinseitigenden Autonomiekonzeption ausgerichteten Theorie des Willens gerecht werden kann.

Die Veranstalter*innen der Tagung planen nun einen Sammelband zum Thema, der neben den ursprünglichen, stärker im Bereich der Philosophie und Philosophiegeschichte angesiedelten Beiträgen von Danaë Simmermacher, Thomas Sören Hoffmann, Matthias Kaufmann, Markus Rothhaar, Martin Hähnel, Gabriele De Anna und Marko J. Fuchs auch Raum für weitere, insbesondere auch interdisziplinäre Aufsätze bieten soll. Bezugnahmen auf Fragestellungen, die sich insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie entwickelt haben, sind erwünscht, aber nicht obligatorisch. Der Sammelband soll bei Springer erscheinen. Einreichungen senden Sie bitte bis zum 01.10.2021 an marko.fuchs@uni-bamberg.de.


CALL FOR ABSTRACT SUBMISSIONS (Prof. Dr. Ralf Poscher)

We are pleased to announce a Call for Abstract Submissions for the panel discussion for Thematic Area 5: “Legal Interpretation” as part of the 5th ILLA General Conference “Language and the Law in the Age of Migration”, organised by the International Language and Law Association (ILLA), which will take place at the University of Alicante (Spain), 7th — 9th September 2021. 

Prof. Dr. Ralf Poscher, Max Planck Institute for the Study of Crime Security and Law, Freiburg im Breisgau, coordinates Thematic Area 5 and kindly invites you to submit an abstract for a talk on a relevant topic, reflecting your original perspective on problems of legal interpretation. The panel discussion aims to explore a wide range of issues of legal interpretation examined from the viewpoint of legal theory and philosophy or theoretical linguistics. Please note that a thematic link between your topic of choice and migration is notrequired for this Thematic Area. The duration of each talk must not exceed 20 minutes, which will then be followed by a discussion.

The deadline for abstract submission for Thematic Area 5: “Legal Interpretation” has been extended to Wednesday, 31st March 2021. For more information on how to submit an abstract for Thematic Area 5, as well as for the general requirements on abstract submission, please visit: https://illaconferences2021.ua.es/en/general-conference/abstract-submission . 

Although the current COVID-19 pandemic has certainly posed some organizational challenges, ILLA and our partners from the organizational committee at the University of Alicante are committed to proceeding with the 5th ILLA General Conference as planned, while simultaneously providing alternative options for remote participation and attendance.

For more information, please contact Sofiya Kartalova, email: s.kartalova@csl.mpg.de